Neu: Croma Juvenus

Meine ersten Erfahrungen mit der Croma Juvenus Behandlung

croma juvenus: neuer filler auf basis PDRN

Croma Juvenus ist ein neuartiger Dermafiller aus polymerisierten Polynukleotiden (kurz: PDRN). PDRN werden aus Fisch-DNA gewonnen und haben Studien zufolge eine Reihe interessanter Eigenschaften. Unter anderem sollen sie entzündungshemmend wirken und die Wundheilung beschleunigen. Als mögliche medizinische Einsatzgebiete galten bisher die Heilung akuter Gewebeverletzungen oder Sportverletzungen. Aber bereits vor über 10 Jahren deuteten Studien darauf hin, dass PDRN auch eine vorteilhafte Wirkung auf die Haut haben könnten. Mit Croma Juvenus steht nun erstmals eine ästhetisch-medizinische Anwendung in Form eines injizierbaren Gels zur Verfügung. Ich habe Croma Juvenus bereits in Behandlungen eingesetzt und möchte in diesem Beitrag meine Erfahrungen schildern.

Das sind die Themen:

Injizierbares, resorbierbares Gel aus Polynukleotiden

was ist Croma Juvenus?

Croma Juvenus ist ein injizierbares, resorbierbares Gel zur Erhöhung der Hautfeuchtigkeit und Anregung der Kollagensynthese. Aufgrund seiner hydrophilen und polyanionischen Eigenschaften kann Juvenus Wasser binden und Zwischenräume in Haut- und Bindegewebe auffüllen, die Hautfeuchtigkeit erhöhen und so das Gewebe aufpolstern.

Croma Juvenus wirkt hydrophil und antioxidativ

Juvenus hat aber nicht nur eine wasserbindende Wirkung, sondern wirkt auch gegen freie Radikale, die sich in Folge von Stress oder Umwelteinflüssen wie dem UV-Licht der Sonne ansammeln.

Croma Juvenus besteht aus polymerisierten Polynukleotiden (PDRN), die aus hoch gereinigten Fischzellen gewonnen werden. Genauer gesagt handelt es sich um das Sperma von Lachsen. Mit diesem beschäftigt sich die Forschung schon seit über 10 Jahren, seine mögliche entzündungshemmende und heilungsfördernde Wirkung war daher bereits länger bekannt. Einen echten Durchbruch erlebte PDRN aber nicht, denn die Studienlage ist nach wie vor dünn und Langzeitergebnisse stehen noch aus. Aber wie so oft war es dann in Südkorea, wo das Konzept kurzerhand in kosmetische Produkte umgesetzt und ein neuer „K-Beauty“-Trend geboren wurde.

Croma Juvenus stammt allerdings nicht aus Korea, sondern wird von einem italienischen Hersteller produziert und von der österreichischen Firma Croma vertrieben. Es wird in zwei Varianten angeboten, Juvenus Medium und Juvenus Strong. Sie unterscheiden sich durch den Gehalt an PDRN, er beträgt bei Medium 20mg/ml (2%) und bei Strong 25mg/ml (2,5%). Ähnlich wie bei Hyaluronfillern, wird die Variante Medium bei einem eher leichten Faltenbild empfohlen, Strong hingegen bei mittleren Falten.

Kein Juvenus in der Tränenrinne

Croma Juvenus ist nicht vorgesehen für die Unterspritzung tiefer Falten und die gezielte Voluminisierung von Gesichtsregionen wie Wangen oder Kinn. Dafür stehen weiterhin Filler aus Hyaluron und/oder Hydoxylapatit zur Verfügung. Croma Juvenus eignet sich vor allem für die Hydratisierung der Haut, und kommt dabei als Alternative zu bekannten Skinboostern wie Juvederm Volite in Frage.

Wie Hyaluronfiller ist Croma Juvenus vollständig resorbierbar. Es wird vom Körper binnen einiger Monate abgebaut, die Behandlung muss daher regelmäßig wiederholt werden.

Juvenus-Behandlung für Hals und Dekolleté

wofür eignet sich croma juvenus?

Dank seiner biochemischen Eigenschaften erhöht Juvenus die Elastizität der Haut und mildert damit die sichtbaren Folgen natürlicher und lichtbedingter Alterung: leichte und mittlere Falten, der Verlust von Festigkeit und Elastizität oder erste altersbedingte Volumenverluste. Auch kleinere Narben lassen sich mit Juvenus subtil glätten.

Mein Favorit: Juvenus Strong für Hals und Dekolleté

Juvenus Medium eignet sich für die Unterspritzung wenig vertiefter Falten, etwa im Bereich um den Mund oder an den Wangen. Auch leichte Narben lassen sich damit glätten. Juvenus Strong kommt bei Falten mittlerer Tiefe zum Einsatz, etwa im nasolabialen Dreieck. Vor allem eignet sich Juvenus Strong aber zur Behandlung größerer Körperzonen, etwa Brust und Hände. Ich behandle mit Juvenus Strong gerne Hals und Dekolleté, alternativ zur Unterspritzung mit Hyaluron Boostern wie Juvederm Volite. Meinen Erfahrungen nach lässt sich mit Juvenus Strong ein stärkerer glättender Effekt erzielen.

Nicht angewendet werden darf Juvenus in sensiblen Regionen wie Augenlidern und Tränensäcke.

Juvenus-Behandlung muss regelmäßig wiederholt werden

wie läuft die behandlung mit juvenus ab?

Die Unterspritzung mit Croma Juvenus unterscheidet sich nicht wesentlich von der Behandlung mit Hyaluronfillern. Nach einer gründlichen Reinigung und Desinfektion der Behandlungszone wird das Gel mit unterschiedlichen Techniken in die Haut injiziert. Bei der großflächigen Unterspritzung, wie ich sie am Hals und am Dekolleté praktiziere, wird die Haut eher oberflächlich gequaddelt. Dabei können zahlreiche Einstiche erfolgen, was eine vorherige Lokalanästhesie mit Lidocain-Creme ratsam erscheinen lässt.

Juvenus-Behandlung ist kombinierbar

Die Juvenus-Behandlung lässt sich mit anderen Therapien kombinieren. Infrage käme etwa die Verabreichung im Rahmen eines Microneedling.

Anders als bei der Hyaluron-Unterspritzung sollte die Behandlung kurzfristig wiederholt werden. Die empfohlene Frequenz beträgt drei Behandlungen im Abstand von jeweils 3–4 Wochen, danach eine Auffrischung alle 6 Monate. Der Zyklus ähnelt damit dem der PRP-Behandlung.

Was ist vor der Behandlung zu beachten?

Wie bei anderen Verfahren zur Unterspritzung gibt es eine Reihe von Kontraindikationen. Bekannte Allergien oder akute Infektionen im Behandlungsareal zählen dazu, aber auch das Vorliegen einer Autoimmunerkrankung oder die gleichzeitige Behandlung mit gerinnungshemmenden Medikamenten oder Immunsuppressiva. Eine absolute Kontraindikation stellen Schwangerschaft und Stillzeit dar.

Verhalten nach der Behandlung

Nach der Behandlung ist es wichtig, der Haut etwas Ruhe zu gönnen und direkte UV-Strahlung zu vermeiden. Betreiben Sie Sport nur in Maßen, verzichten Sie auf Alkohol. Meiden Sie Sauna und Solarium für ein paar Tage. Allgemeine Verhaltenstipps nach Unterspritzungen finden Sie in diesem Beitrag.

Nebenwirkungsprofil von Juvenus ähnlich dem von Hyaluron

Gibt es risiken oder nebenwirkungen?

Auch hinsichtlich der möglichen Nebenwirkungen unterscheidet sich Croma Juvenus nicht wesentlich von Hyaluronfillern. Nach der Behandlung sind Schwellungen, Rötungen und Hämatome möglich, die im Normalfall aber nach einigen Stunden bis Tagen wieder vergehen. Aufgrund seiner tierischen Herkunft kann man das allergene Potenzial von Juvenus zumindest nicht ganz ausschließen, auch wenn es hoch gereinigt ist und damit Spuren tierischer Proteine nicht mehr enthalten sollte.

Wie bei Hyaluronunterspritzungen auch besteht das Risiko einer vasalen Komplikation, wenn versehentlich ein Blutgefäß punktiert und mit Gel verstopft wird. Derartige Zwischenfälle sind allerdings überaus selten, wenn die Behandlung von einem erfahrenen Arzt durchgeführt wird. In der von mir überwiegend praktizierten oberflächlichen Anwendung an Hals und Dekolleté sind sie fast ausgeschlossen.

Preise für die Croma Juvenus-Behandlung bei LIPS and SKIN (Richtwerte)

Was kostet die juvenus-behandlung?

Die Behandlung mit 1 x 2ml Croma-Juvenus kostet in meiner Praxis in München zwischen 350 und 400 €. Jede weitere Spritze kostet zwischen 300 und 340 €. Die genannten Preise sind Richtwerte, die konkreten Kosten einer Juvenus-Behandlung werden nach der Gebührenordnung der Ärzte (GOÄ) abgerechnet.

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LIPS and SKIN Ästhetische Medizin

Dr. med. Eva Maria Strobl
Herzog-Heinrich-Straße 34
80336 München