Ein Termin in der Schönheitspraxis steht an? OK. Hier ein paar simple Tipps, wie man die Botox Behandlung oder das Unterspritzen mit Hyaluron ohne Schwellungen und blaue Flecken übersteht.

Und auch sonstige Risiken so weit als möglich ausschließt. Denn immerhin: Sie wollen danach besser aussehen als vorher und zudem Ihre Gesundheit und Ihr Wohlbefinden nicht aufs Spiel setzen:

1.

Vor Botox und Hyaluron keine Blutverdünner!
Kein Aspirin oder andere gerinnungshemmende Medikamente (Cumarine, Heparine) mehr 4 Tage vor der Behandlung. Diese Maßnahme kennen Sie bestimmt schon von anderen medizinischen Eingriffen. Alle diese Medikamente führen zu einer erhöhten Blutungsneigung, was selbst bei oberflächlichen Maßnahmen wie Injektionen ins Gesicht zu unschönen Begleiterscheinungen führen kann.

2.

Vor Botox kein Alkohol!

Kein Alkohol mehr mindestens 2 Tage vor der Behandlung. Darüber freut sich vor allem Ihre Leber, die den Alkohol nicht zusätzlich zum verwendeten medizinischen Wirkstoff verstoffwechseln muss. Außerdem sind Fälle berichtet worden, in denen die Wirksamkeit von Botox-Injektionen durch vorherigen Alkoholkonsum herabgesetzt wurde.

3.

Vor Botox bestimmte Nahrungsmittel meiden!

Kein Grüner Tee, kein Vitamin E, keine pflanzliche Nahrungsergänzungsmittel 1-2 Tage vor der Behandlung. Diese Vorsichtsmaßnahme zielt ebenfalls auf bestimmte Inhaltsstoffe, die mit medizinischen Präparaten interagieren können.

4.

Nach der Botox- oder Hyaluronbehandlung Sport und Schwitzen vermeiden!

Kein Fitnessstudio 24 – 48 Stunden nach der Behandlung. Dies aus zweierlei Gründen, nämlich erstens die Veränderung des Stoffwechsels unter Leistungsbedingungen und damit eine veränderte Aufnahme und Wirkung des verwendeten Medikaments. Und zweitens um zu vermeiden, dass in die Haut injizierte Wirkstoffdepots durch übermäßiges Schwitzen gewissermaßen “ausgewaschen” werden.

5.

Vor der Behandlung mit Lidocain lokal betäuben!

Betäubungscremes (Lidocain) verwenden, auch wenn vielleicht nicht notwendig (wirken vasokonstriktorisch). Dieser Tipp dient ausschließlich Ihrem persönlichen Wohlbefinden während der Behandlung.

6.

Behandelte Stellen im Anschluß kühlen!

Behandelte Region im Anschluss mit Kühlpads kühlen. Ebenfalls eine Maßnahme, die Ihnen persönlich zusagen mag oder nicht. Medizinisch gesehen nicht nötig.

7.

Massagen der mit Botox behandelten Regionen vermeiden
Massagen danach vermeiden. Warum? Um den Wirkstoff möglichst dort “einsinken” zu lassen, wo er hin sollte. Insbesondere Botox lässt sich in seiner Wirkung nicht millimetergenau vorhersagen.

8.

Nach Botox und Hyaluron nicht in die Sonne!

Keine übermäßige Sonne und kein Saunabesuch am Tag der Behandlung. Eine Vorsichtsmaßnahme gegen Kreislaufprobleme, Kopfschmerzen und dergleichen. Zudem gibt es in Fachkreisen die Diskussion, ob Sonneneinstrahlung und Wärme unmittelbar nach der Behandlung die Wirksamkeit von Botox herabsetzt. Lassen Sie es also besser sein

9.

Für Botox, Hyaluron & Co. nur zum Profi!

Behandlung nur durch einen erfahrenen Arzt, der ausreichend Kenntnis über Gesichtsanatomie und insbesondere den Verlauf von Blut- und Nervenbahnen besitzt. Das ist mit Abstand der wichtigste und beste Hinweis, den ich Ihnen mit auf den Weg geben kann. Ich kann mich als Arzt aber auch als Anwenderin manchmal nur wundern, wem manche Frauen Ihr Gesicht anvertrauen. Sie sollten das nicht!

10.

Bei der Patientenselbstauskunft ehrlich sein!

Es ist sehr wichtig, dass der Arzt alles von Ihnen erfährt, was er vor der Behandlung mit Botox oder Hyaluron wissen muss. Allergien, Vorerkrankungen, Medikamente, die sie gerade einnehmen, ob Sie schwanger sind oder stillen. Denken Sie bereits vor dem Besuch beim Arzt nach, was alles wichtig sein könnte.

Es gibt absolute Kontraindikationen, bei deren Vorliegen Sie auf die Behandlung insbesondere mit Botox verzichten müssen. Gewisse Allergien zum Beispiel. Oder eine laufende Stillzeit. Verschweigen Sie nichts!