Stirnfalten glätten

Stirnfalten sind von Natur aus eigentlich etwas Positives: Sie treten auf, wenn man zuhört oder Interesse oder Anteilnahme zeigt. Sie signalisieren Aufmerksamkeit und aktive Teilnahme an sozialer Interaktion.

Stirnfalten wirken nur dann negativ, wenn sie besonders stark ausgeprägt sind und die Stirn mit regelrechten Furchen überziehen.Dann können Stirnfalten nicht nur das Aussehen sondern auch das Wohlbefinden beeinträchtigen. Umso mehr, als die Stirn einen wichtigen Anteil an unserem optischen Gesamteindruck ausmacht.

Stirnfalten oder gar tiefe, quer verlaufende Furchen mit BOTOX glätten zu lassen, ist deshalb für Frauen wie Männer oft der Einstieg in die Botulinum Therapie. Und so gut wie alle meine Patientinnen und Patienten, die ich in meiner Praxis in München mit BOTOX gegen Falten behandle, kamen ursprünglich wegen ihrer Stirnfalten zu mir. Das ist sicher kein Zufall.

Stirnfalten sind wesentlicher Teil der Mimik

So sehr Menschen ihre Stirnfalten auch als störend empfinden mögen, sind sie dennoch ein wesentlicher Teil der Gesichtsmimik. Deshalb sind sie für unser soziales Leben unerlässlich. Das Hochziehen der Stirn zum Beispiel drückt Erstaunen aus. Ebenso Anteilnahme und Verwunderung.

Die Art und Weise, wie Ihre Gesichtsmuskeln dabei zusammenarbeiten, ist ein wichtiger Teil Ihrer persönlichen Erscheinung. Genau aus diesem Grund haben Sie ja Stirnfalten.

Ich rate daher meinen Patientinnen und Patienten in München dringend davon ab, den für die Ausbildung der Stirnfalten verantwortlichen Frontalmuskel (Musculus Frontalis) ganz lahmzulegen und sich BOTOX in hoher Dosierung in die Stirn injizieren zu lassen.

Das wäre ein Schritt in die Richtung zum gefürchteten „BOTOX Face“: Zwar einerseits frei von Falten und wunderbar glatt wie in jungen Jahren; aber andererseits mit erstarrter Mimik, die zu allen Anlässen Teilnahmslosigkeit und fehlende Empathie signalisiert. Das ist alles andere als sympathisch.

Außerdem birgt eine zu starke Schwächung des M. frontalis das Risiko nach unten fallender Augenbrauen (Brauenptosis), dazu mehr weiter unten im Text.

Ich setze stattdessen auf eine vorsichtige, niedrigere Dosierung. Die Mimik der Gesichtsmuskeln bleibt so erhalten. Zumindest bei der ersten Behandlung eines mir noch unbekannten Patienten gehe ich so vor, weil ich die Feinheiten seiner Gesichtsanatomie dann noch nicht kenne und auch nur ungefähr abschätzen kann, wie das Botulinumtoxin bei ihr oder ihm wirken wird.

Nachdosieren kann man beim Kontrolltermin dann noch immer, wenn nötig. Klärt man Patientinnen und Patienten vor der Behandlung über diese Vorgehensweise auf, dann ergeben sich in den Tagen danach auch keine fälschlichen Befürchtungen, dass das BOTOX womöglich nicht wirkt.

Bei vielen Patientinnen und Patienten, bei denen die Stirnfalten noch nicht stark ausgeprägt sind, reicht zudem oft eine oberflächliche Behandlung mit Micro BOTOX.

BOTOX gegen Stirnfalten

Auf das ausführliche Patientengespräch folgen Fotodokumentation und Reinigung sowie die Zubereitung der Wirkstofflösung (VISTABEL 50AE). Abhängig von Geschlecht, Alter und Stärke der Stirnfalten werden 3-5 Injektionspunkte gesetzt. Werden Glabella und Augenbrauen mitbehandelt, so kommen 5 + 2 Injektionspunkte hinzu. In der Regel wird damit ziemlich genau eine Ampulle Toxin aufgebraucht.

Inklusive Patientengespräch und Vorbereitung ca. 30 Minuten. Die Behandlung selbst dauert in der Regel maximal 10 Minuten.

Ja, sie sind sofort wieder gesellschaftsfähig. Rötungen an den Einstichstellen sind in der Regel binnen 1h verschwunden. Es gelten allerdings gewisse Vorsichtsmaßnahmen am Tag der Behandlung und den darauffolgenden. So sollten Sie zB körperliche Anstrengungen meiden, Sauna und Solarium nicht besuchen und die Haut keiner übermäßigen UV-Strahlung aussetzen.

Die endgültigen Kosten richten sich nach der GOÄ, ein ungefährer Richtwert sind € 250.

Stirnfalten, Glabella und Augenbrauen auf einmal behandeln

Die Muskeln in Ihrem Gesicht sind so angeordnet, dass ihre Kräfte in entgegengesetzte Richtungen wirken. Damit gleichen sie sich wechselseitig aus. Betrachtet man ein Gesicht senkrecht von vorne, dann gibt es einerseits Muskeln, die die Mimik anheben (sogenannte „Levatoren“).

Und andererseits solche, die sie nach unten drücken (sogenannte „Depressoren“). Der große Stirnmuskel (Musculus frontalis), der hauptsächlich die Querfalten verursacht, hat eine Levator-Funktion, er hebt die Augenbrauen an. Lähmt man ihn mit BOTOX, dann wird dadurch eine nach oben wirkende Kraft neutralisiert. Das kann im Einzelfall genau das Richtige sein und einen perfekten ästhetischen Ausdruck erzeugen.

In vielen Fällen ist es aber so, dass die Gegenspieler des Stirnmuskels, die in der Augenbrauenregion liegenden Depressoren, damit zu stark werden, weil ihnen die ausgleichende Gegenkraft nicht mehr gegenübersteht. Mit dem Ergebnis, dass die Augenbrauen nach unten gedrückt werden. Die Mimik wirkt dann oft griesgrämmig und unsympathisch.

Besonders Menschen im fortgeschrittenen Alter sind davon betroffen. Um das zu vermeiden muss man versuchen, die Muskeln in Balance zu halten. Schwächt man den einen, so muss auch der andere an Kraft einbüßen, um optisch nicht die Oberhand zu gewinnen.

Im konkreten Fall der Stirnfalten bedeutet das, BOTOX nicht nur in den großen Stirnmuskel zu injizieren, sondern gleichzeitig auch die Augenbrauen und die Glabella zu behandeln. So bleibt die obere Gesichtshälft in Balance. Und das Ergebnis wird optimal.

Aber: Das ist kein Patentrezept! In anderen Fällen kann es ratsam sein, genau das nicht zu tun. Und stattdessen zuerst die Glabella mit BOTOX zu behandeln, die Wirkung abzuwarten, und dann erst die BOTOX Behandlung des Stirnmuskels fortzusetzen.

Wann ist das der Fall? Wenn sich nicht genau abschätzen lässt, wie stark der Muskel der Glabella, der Musculus procerus, an der Bildung von Stirnfalten mitbeteiligt ist. Schwächt man ihn mit BOTOX und stellt fest, dass sich die Stirnfalten damit bereits glätten lassen, dann ist die direkte Behandlung des Frontalis-Muskels womöglich gar nicht mehr nötig oder zumindest nicht in der üblichen Dosis. Im Gegenteil: Diese könnte dazu führen, dass die Levatoren der Stirnregion insgesamt zu stark geschwächt werden, damit die Depressoren die Oberhand gewinnen, und der Gesichtsausdruck insgesamt nicht mehr stimmig wirkt.

Wie läuft die BOTOX-Behandlung der Stirnfalten ab?

Das obige Video gibt sehr gut den Ablauf einer Botulinum-Behandlung bei mir in München wieder. Auch und besonders die Behandlung der oberen Gesichtshälfte.

Sie sehen Patientenselbstauskunft, Konsultations- und Aufklärungsgespräch, Fotodokumentation und die eigentliche Behandlung. Das Konsultationsgespräch ist wichtig dafür, die Wünsche der Patientin bzw des Patienten gut zu verstehen. Nicht zuletzt davon wird der weitere Verlauf der Behandlung abhängig sein.

Wie zum Beispiel für die Höhe der BOTOX-Dosierung. Früher wurde diese recht hoch angesetzt (bis zu 30 Allergan Einheiten), heutzutage sind Experten jedoch deutlich vorsichtiger, wie ich oben schon geschrieben habe. Die offiziell empfohlene Dosis beträgt für die Stirn nur noch 13 Allerganeinheiten.

Wenn Glabella und Augenbrauen mitbehandelt werden, dann fallen dafür zusätzlich um die 30 Allerganeinheiten an. Ergibt zusammen 43 Allerganeinheiten, die ganze Behandlung lässt sich somit im Normalfall mit einer Ampulle VISTABEL (50 Allerganeinheiten) sehr gut durchführen.

Lassen sich Stirnfalten mit BOTOX immer glätten?

Nein, es gibt tatsächliche Unterschiede im erwartbaren Ergebnis. Sehr gute Resultate sind bei Patienten zu erwarten, die bei willentlicher Anspannung und Entspannung der Stirn die quer verlaufenden Falten hervorrufen und wieder verschwinden lassen können. Hingegen ist bei Patienten, bei denen aufgrund eines erhöhten Muskeltonus (Grundanspannung) der Stirn die Querfalten immer sichtbar sind, mit BOTOX alleine kein zufriedenstellendes Ergebnis zu erwarten. In solchen Fällen ist die zusätzliche bzw. alternative Unterspritzung mit Hyaluron angezeigt.

Was kostet es mit Botox Stirnfalten behandeln zu lassen?

Die Kostenkalkulation des individuellen Falles richtet sich nach der Gebührenordnung der Ärzte (GOÄ). Als Richtwert können Sie mit 220-300 Euro rechnen. Mein Tip wäre, wie oben schon ausgeführt, bei Stirnfalten, Glabella und Augenbrauen in einer Sitzung behandeln zu lassen. Eine Ampulle Botulinumtoxin reicht dafür im Normalfall, was sich günstig auf den Preis auswirken sollte.