Mit Botox Zornesfalte, Stirn und Augenbrauen auf einmal behandeln

Es ist prinzipiell eine gute Idee, mit Botox Zornesfalte, Stirn und womöglich auch die Augenbrauen in einer Sitzung behandeln zu lassen. Warum habe ich in diesem Artikel geschrieben: Die widerstrebenden Kräfte der ziehenden und drückenden Muskeln des oberen Gesichtsdrittels bleiben so in Balance. Das sieht einfach besser aus und vermeidet in vielen Fällen Probleme mit hängenden Augenbrauen (Ptosis).

Im verlinkten Artikel hatte ich außerdem geschrieben, dass diese Art der Faltenbehandlung für viele Frauen der Einstieg in die Botulinumtherapie ist. Die Augenbrauen zu behandeln mag für die meisten dabei nicht im Vordergrund gestanden haben. Doch wenn mit Botox Zornesfalte und Stirnfalten schon einmal behandelt werden, dann ist das eben ein nächster logischer Schritt. Nicht nur für Frauen, sondern auch für Männer. Sogar in zunehmenden Maße Männer. Denn männliche Attraktivität ist heute nicht mehr nur eine Frage körperlicher Fitness. Ebenso wichtig ist ein vitales und sympathisches Äußeres. Eine stark ausgeprägte Glabella steht dem häufig entgegen. Sie wirkt gerade in einem Männergesicht grimmig und unsympathisch. Mit Botox Zornesfalte und Stirn auf einmal zu glätten wirkt deshalb gerade bei Männern oft kosmetische Wunder.

Gesichtsfalten im Männergesicht: Nicht immer attraktiv

Alles, was im Beauty & Kosmetikteil von Frauenzeitschriften gedruckt wird, findet prinzipiell auch auf Männerhaut Anwendung. So ist die Haut des Mannes zum Beispiel durchaus strapaziert. Alleine schon durch die tägliche Rasur. Und zudem ist sie allerlei schädlichen Umwelteinflüssen ausgesetzt, wie Sonnenstrahlung oder trockener Winterluft. Wie bei Frauen auch verringert sich mit fortschreitendem Alter im männlichen Gewebe der Gehalt an Hyaluronsäure. Sie ist im menschlichen Körper ein zentraler Faktor für die Bindung von Wasser und damit der Hautfeuchtigkeit. Auch Männer bekommen dann Falten.

Aber nicht nur das: Ein Rückgang des Hyaluronsäuregehalts ist gleichbedeutend mit weniger Durchfeuchtung des Gewebes. Das führt zu Volumensverlust. Die entsprechende Hautpartie wirkt fahl und trocken. Verstärkt wird dieser Vorgang durch den altersbedingten Rückgang von Fettdepots im Gesicht sowie eine mehr oder minder ausgeprägte Veränderung der Knochenstruktur. Und last but not least trägt auch die Schwerkraft ihren Teil dazu bei, dass die Gesichtshaut „nach unten rutscht“ und schlaff aussieht. Die Gesichtszüge wirken dann nicht mehr maskulin.

Was macht einen Mann attraktiv?

Was für Frauen seit jeher ein Thema war, zumal in unserer westlichen Gesellschaft, in der ihnen permanent ein Spiegel aus Jugend- und Schönheitsidealen vorgehalten wird, ist dank der minimal-invasiven Methoden der modernen ästhetischen Medizin auch zunehmend ins Blickfeld der Männer gerückt. Denn obwohl es für Männer nach traditionellen Maßstäben nicht so wichtig scheint, gut auszusehen, beweisen neuere Studien immer wieder, dass ein attraktives Äußeres auch für Männer im Privatleben und im Beruf einen entscheidenden Faktor darstellt. So kommt eine Studie aus 2011 unter anderem zum Ergebnis, dass attraktive Menschen nicht nur weniger arbeitslos sind, als an sich gleich qualifizierte Kollegen. Sie verdienen im Durchschnitt auch deutlich mehr. Dass “schöne Menschen erfolgreicher” sind gilt daher schon fast als Binsenweisheit. Ist das gerecht? Offenkundig nicht. Gleichzeitig ist es aber heute keine große Sache mehr, unattraktiv oder gar negativ wahrgenommene Merkmale seines Erscheinungsbilds in ihrer Wirkung abzumildern. Oder ganz zum Verschwinden zu bringen. Die für Männer oft typische Faltung der Glabella steht da an vorderster Stelle. Sie wirkt meist unsympathisch, was für Männer in Führungspositionen und häufigen Sozialkontakten problematisch werden kann. Mit Botox Zornesfalte und Stirnfalten zu behandeln (wobei letztere nicht immer nötig aber fast immer angeraten), kann schnell und unkompliziert Abhilfe schaffen.

Eine ausgeprägte Zornefalte wirkt unsympathisch

Einer meiner ersten Botox-Patienten war genau so ein Mann. Er war damals Mitte 40, seine Gesichtsmuskulatur war wuchtig und sehr stark. Sein Gesichtsausdruck war sehr maskulin und an sich optisch sehr ansprechend. In seine Glabella aber hatte sich in Jahrzehnten konzentrierter Arbeit vor dem Computer eine dicke Furche eingegraben. Selbst im entspannten Zustand war sie nicht zu übersehen. Sie verlieh seinem Gesicht etwas Unfreundliches, wenig Einladendes. Einige seiner Mimiken wirkten grimmig. Und darunter litt dieser Patient sehr.

Umso mehr, als er seit geraumer Zeit arbeitslos war. Trotz oftmaliger Einladungen zu Jobinterviews war er offenbar nicht in der Lage, seine Bewerbungen erfolgreich zum Abschluss zu bringen.  “Auf 100 Bewerbungen und 20 Vorstellungsgespräche nur Absagen”, klagte er mir sein Leid bei seinem ersten Besuch. Alles Mögliche hatte er bereits versucht. Er hatte sogar begonnen, Bücher über Körpersprache und „non-verbale Kommunikation“ zu lesen. Doch geholfen hat es nichts.

Nach einer eingehenden Untersuchung beschlossen wir, zunächst mittels Botox Zornesfalte, Querfalten der Stirn und Augenbrauen zu behandeln. Seinem Gesichtsausdruck hätte zudem ein 8-Point-Lift nach Mauricio de Maio gut getan. Denn einerseits fehlte seinen Wangen Volumen und andererseits bildeten die nach unten drückenden Hautpartien unterhalb des Jochbeins eine merklich ausgeprägte Nasolabialfalte. Doch von einer Hyaluronbehandlung schreckte er zurück, aus einer fast schon kindlichen Angst vor Nadeln und Injektionen jeglicher Art. Schon die 5 Einstiche in die Glabellaregion und weitere 6 in die Stirn, um mit Botox Zornesfalte und Stirnfalten zu glätten, bereiteten ihm gehörigen Stress.

Es bedurfte allerdings 2 Sitzungen und einer deutlich höheren Dosis als der üblichen 20 Allerganeinheiten, um den kräftigen Muskel zu inaktivieren und die Glabella merklich zu glätten. Aber dann war es tatsächlich geschafft: Sein Gesichtsausdruck wirkte jetzt deutlich entspannter und wesentlich einladender. Und es mag Zufall sein, aber einige Wochen später klappte es auch in der Jobsuche: Er bestand erfolgreich ein Bewerbungsgespräch erfolgreich und landete einen attraktiven Job.

Mehr Volumen ins Gesicht durch Hyaluron – auch bei Männern sehr effektiv

Mittlerweile konnte er sich übrigens auch zu dem empfohlenen 8-Point-Lift durchringen. Seine Wangen sind jetzt deutlich fülliger, die Nasolabialfalten sind merklich weniger prägnant. Zu seiner großen Überraschung hielten sich die Schmerzen in kleinem Rahmen. Dank Vorbehandlung mit anästhesierender Salbe und Einsatz von Juvéderm-Fillern mit Lidocain. Mit Botox Zornesfalte und Stirnfalten 2x pro Jahr in einer Sitzung zu behandeln, haben wir jedoch nicht aufgegeben, es gehört nach wie vor zum Behandlungsplan. Dank regelmäßiger Inaktivierung der Glabella ist die Zornesfalte nicht dominanter geworden und kann nach wie vor alleine mit Botulinum behandelt werden (statt sie mit Hyaluron zu unterspritzen).

In meiner medizinischen Laufbahn war dieser Fall damals ein echtes Highlight. Denn diesem Mann konnte ich nachweislich helfen. In einer misslichen persönlichen Lage, die ihn an den Rand der Depression gebracht hatte. Oft genug heißt es ja, kosmetische Behandlungen dienten nur der Eitelkeit und seien medizinisch unnötig. Es ginge doch nur um Oberflächliches! Und das mag ja oft auch stimmen. Aber wenn sich die Äußerlichkeiten auf den beruflichen Erfolg auswirken? Und damit über kurz oder lang auch das persönliche Wohlbefinden? Womöglich sogar die Existenz? Ich war jedenfalls sehr glücklich, dass ich dem Mann so unkompliziert helfen konnte.

Männer mögen es noch nicht ganz verinnerlicht haben, aber wir Frauen wissen es nur allzu gut: Der Unterschied zwischen „attraktiv“ und „unattraktiv“ reicht wesentlich weiter als das eigene Spiegelbild. Wie schon gesagt: Das muss man nicht gut finden. Und im Grunde ist es höchst ungerecht. Aber gleichzeitig sind die Möglichkeiten, die Mann und Frau heutzutage offen stehen, um sein äußeres Erscheinungsbild zu optimieren, so einfach wie noch nie.