PDO Fadenlifting gegen schlaffe Gesichtshaut im Alter

Wenngleich Arztpraxen mit Fadenlifting München noch nicht ganz so dicht abdecken wie mit vergleichbaren kosmetische Techniken, so ist die Behandlung doch auch hierzulande im Kommen. Lifting mit PDO Fäden ist ein Verfahren zur Behandlung erschlaffter Gesichtspartien. Im Zuge des Alterungsprozesses verlieren die Fasern der Haut an Elastizität. Zudem nimmt das Gewebevolumen an markanten Regionen im Gesicht ab. Zum Beispiel an den Wangen, ein sehr typischer Fall. Überschüssige Hautanteile sind die Folge, die oft den wenig schmeichelnden Eindruck „hängender“ Gesichtszüge erzeugen. Das Erscheinungsbild wirkt dann müde und alt. Ein chirurgisches Facelift war früher das einzige Mittel, das in solchen Fällen Abhilfe versprach. Mittlerweile gibt es PDO Fadenlifting als risikoarme Alternative.

Fadenlifting bei LIPS and SKIN, München

Ich muß zugeben, dass ich dem PDO Fadenlifting lange Zeit skeptisch gegenüberstand. Die Erfolge waren nicht immer berauschend, außerdem sah ich angesichts anderer Möglichkeiten bei vielen meiner Patientinnen und Patienten auch nicht die Notwendigkeit. Viele meiner Kolleginnen und Kollegen scheinen es ähnlich gesehen zu haben, denn noch vor etwa 2 Jahren lieferte der Google-Suchstring "Fadenlifting München" nur wenige tausend Ergebnisse. Allerdings haben sich die Materialien und Techniken in den letzten Jahren so stark verbessert, insbesondere unter der Führung der ästhetisch-medizinischen Entwicklung in Asien (Stichwort "Korean Lift"), dass ich meine Meinung geändert habe. Seit etwas über einem Jahr habe ich die nötigen Schulungen durchlaufen und biete Fadenlifting mit PDO Fäden nun auch bei LIPS and SKIN in München an. Nicht für jede Patientin und auch nicht unbedingt mit erster Priorität. Aber insbesondere bei Patientinnen und Patienten im fortgeschrittenen Alter ergeben sich Behandlungsoptionen, die einem mit Fillern oder Botox nicht offenstehen.

Wie wirkt das Fadenlifting?

Wie der Name andeutet, werden beim PDO Fadenlift schlaffe Gewebeteile mit Fäden aus Polydioxanon (PDO) gestrafft und geliftet. Je nach Anwendung werden die Fäden in unterschiedlichen Tiefen der Haut verlegt. Dort entfalten sie ihre Wirkung auf dreierlei Weise:

  1. Durch ihren mechanischen Zug, infolgedessen Hautpartien in Form gebracht und optisch gestrafft werden
  2. Durch Stimulation der Zellerneuerung und der Kollagenproduktion, was eine Verbesserung des Hautbildes bewirkt und feinere Linien und Fältchen beseitigt
  3. Durch Kontraktion des Fettgewebes, was optisch ebenfalls zur Straffung beiträgt

Gesichtstraffung ohne OP durch „Korean Lifting“

Bei den neueren Verfahren des Fadenliftings, die vornehmlich in Asien entwickelt wurden und daher oft auch „Korean Lifting“ genannt werden, mehr auf der Stimulation des Gewebes denn der mechanischen Zugwirkung der Fäden.

Insbesondere verfolgt die Therapie mit PDO Fäden, wie ich sie bei LIPS and SKIN in München praktiziere, die folgenden Ziele:

  1. Verbesserung der vaskulären Situation des Gewebes (erhöhte Durchblutung)
  2. Anregung der Kollagenbildung und -synthese
  3. Umwandlung von fibrotischem in nichtfibrotisches Kollagen
  4. Anregung der Wachstumsfaktoren
  5. Bildung von Myofibroblasten
  6. Festigung der Haut (Shrinking effect)
  7. Erhöhte Elastizität der Haut
  8. Gesünderes Aussehen der Haut

Bei LIPS and SKIN praktiziere ich Fadenlifting nach dem Motto "Erst das Gerüst, dann der Zug". Man muss sich das so vorstellen, dass durch den Faden, ja eigentlich bereits durch die den Faden einbringende Nadel, eine lokale Wunde im Gewebeinneren erzeugt wird. Diese "Verletzung" regt den Körper dazu an, seine eigenen Heil- und Wachstumskräfte in Bewegung zu setzen. Genau die bewirken dann die Gewebeneubildung, auf welcher der eigentliche Straffungseffekt des PDO Fadenliftings beruht. In der medizinischen Terminologie spricht man vom "bridging effect": Neues Gewebe überbrückt gewissermaßen von  der Wunde, die Nadel und PDO Faden setzen, ins benachbarte Gewebe. Dieser Effekt bleibt noch monatelang erhalten, nachdem der PDO Faden selbst längst resorbiert wurde.

Was genau sind PDO Fäden?

LIPS and SKIN, München - PDO FadenPDO-Fäden an sich sind in der Medizin nicht neu. Sie werden seit mehr als 30 Jahren sehr erfolgreich in nahezu allen Arten von chirurgischen Operationen eingesetzt, in denen resorbierbares Nahtmaterial benötigt wird. Unter der Bezeichnung "PDS" wurden Monofilamente aus Polydioxanon bereits 1981 in die Chirurgie eingeführt und waren damals das erste vollständig biologisch abbaubare Nahtmaterial.

Millionenfach wird PDO in der Orthopädie, Chirurgie und der plastischen Chirurgie verwendet. Der Abbau der Fäden erfolgt durch Hydrolyse, das heißt der Faden zerfällt im Körper nach und nach zu Wasser sowie Kohlendioxid und wird absorbiert. Moderne PDO-Fäden bieten hohe Sicherheit und werden zu 100% vom Körper abgebaut.

Da die PDO-Fäden vollständig resorbiert werden, verschwinden sie 4-6 Monaten nach dem Eingriff restlos aus dem behandelten Gewebe. Die gelifteten Gesichtskonturen bleiben aufgrund der auf der zellulären Ebene ausgelösten Verjüngungseffekte jedoch noch weitere 6-12 Monate lang erhalten. Entscheidend für den Erfolg der Methode ist also in erster Linie nicht der mechanische Zug, der das Gewebe in Form bringt, sondern die Stimulation der Hautzellen zur Produktion von neuem Kollagen und zusätzlicher Blutgefäße.

Wie läuft die Behandlung mit PDO Fäden ab?

Das Fadenlifting ist ein minimal-invasives Verfahren, das gänzlich ohne Skalpell auskommt. Nach oberflächlicher Betäubung oder Injektion der Lokalanästhesie (für die Anwendung in tieferen Gewebeschichten) werden die PDO-Fäden über spezielle Kanülen in die vorgesehenen Hautschichten eingeführt. Nach dem Einsetzen werden die Nadeln entfernt und die Fäden in der Haut verankert. Sie erzeugen dadurch einen mechanischen Hebeeffekt.

Die eingesetzten Fäden bilden unter der Haut ein stabiles Netzwerk, welches durch die Zugspannung der Fäden und dem verstärkten Aufbau von körpereigenem Collagen und Fibrin die Hautstruktur im behandelten Areal deutlich sichtbar strafft. Wird die Behandlung von einem erfahrenen Therapeuten durchgeführt, dann wird das Ergebnis absolut natürlich wirken.

Je nach behandelter Stelle dauert der Eingriff 15-30 Minuten. Fadenlifting Behandlungen sind nicht besonders schmerzhaft, da die zu behandelnden Areale zuvor örtlich betäubt werden. Die Anzahl der einzusetzenden Fäden richtet sich nach der Größe der betroffenen Hautpartie und den individuellen Vorstellungen der Patientin bzw des Patienten.

Pflege- und Vorsichtsmaßnahmen nach der Behandlung

Für die Behandlung mit PDO Fäden kommen die gleichen "After Care"-Maßnahmen in Betracht, die für alle anderen minimal-invasiven Interventionen auch gelten. Diese sind:

  • Kühlelemente oder kalte Kompressen unmittelbar nach der Behandlung
  • Ausreichende Flüssigkeitsaufnahme und ausreichender Schlaf in den nachfolgenden Tagen
  • Vermeidung unnötiger Reizung der behandelten Stellen in den nachfolgenden Tagen (z.B. auf dem Rücken schlafen bei PDO Lifting im Gesicht)
  • Kein extremer Sport, keine Sauna und keine übermäßige Sonne (auch kein Solarium) in den nachfolgenden Tagen

Gibt es Nebenwirkungen? Was sind mögliche Komplikationen des PDO Fadenliftings?

Das Lifting mit PDO Fäden ist risikoarm, selbst im Vergleich zu anderen minimal-invasiven Verfahren. Abhängig von der Zahl der eingesetzten Fäden und der Empfindlichkeit des behandelten Areals können Schwellungen oder Hämatome auftreten. Diese sind jedoch problemlos, können jederzeit mit Make-Up abgedeckt werden und klingen rasch wieder ab.

Obwohl nicht vergleichbar mit chirurgischen Eingriffen, kann man dem Fadenlifting Risiken natürlich nicht ganz absprechen. Zu den ernsthafteren Komplikationen zählen neben (immer) möglichen allergischen Reaktionen insbesondere Erhabenheiten, die punktuell an den Einbringungsstellen der Fäden auftreten können. Außerdem kann es passieren, dass sich schlecht verlegte Fäden unschön an der Hautoberfläche abzeichnen. In beiden Fällen sollte umgehend der behandelnde Therapeut aufgesucht werden. Wie bei allen anderen kosmetischen Interventionen gilt insbesondere auch beim Fadenlifting, dass Kompetenz und Erfahrung des Therapeuten maßgeblich für den Erfolg sind!

Das PDO Fadenlifting kann in einer Sitzung problemlos an mehreren Stellen durchgeführt werden. Auch eine Kombination mit anderen Therapien, z.B. einer Hyaluronsäure-Unterspritzung, ist ohne weiteres möglich. In unserer Praxis in München kombinieren wir PDO Fadenlifting regelmäßig mit Filler-Augmentationen, insbesondere bei älteren Patientinnen und Patienten mit deutlich erschlafftem Gesichtsgewebe.

Welche unterschiedliche Arten von PDO Fäden gibt es?

Im Prinzip gibt es drei unterschiedliche Arten von PDO Fäden, die in unterschiedlichen Anwendungsfällen zum Einsatz kommen. Der Unterschied besteht dabei in der Stärke der mechanischen Zugwirkung, die zusätzlich zum zellulären Effekt erreicht werden soll. PDO Fäden unterscheiden sich daher prinzipiell nach ihrer Eignung, einen derartigen mechanischen Zug zu erzielen.

Man unterscheidet:

  1. Plane Fäden (Basisfäden, Monofäden): Sie werden tief in die Haut eingebracht und entfalten nahezu keine Zugwirkung, die Abstände betragen 2 mm bis maximal 1 cm
  2. Spiralfäden (Tornado, Spring): sie haben eine stärkere Stimulationswirkung, zusätzlich eine geringe Zugwirkung
  3. Fäden mit Widerhaken oder aufgesetzten Cogs (Barbs, Cogs): Sie werden tief gesetzt (meist oberhalb des sogenannten Sub-Musculoaponeurotischen Systems, das ist eine unter der Haut liegende Schicht aus Bindegewebe, Muskeln und Fett) und haben die stärkste Zugwirkung

Für viele Anwendungen im Gesicht ist die Behandlung mit Monofäden ausreichend. Unter Kosten- wie Komfortgesichtspunkten sollte daher auf die deutlich teureren und in der Einbringung auch unangenehmeren Barbs und Cogs verzichtet werden, wenn dies möglich ist. Das Lifting mit letzteren erfordert u.a. eine deutlich stärkere lokale Betäubung als die Monofäden, zudem ist das Ziehen im Gewebe während der ersten Zeit nach der Behandlung deutlich stärker zu spüren, was mitunter als unangenehm empfunden wird.

Was sind die Vorteile des PDO Fadenliftings?

Die Vorteile des Fadenliftings lassen sich wie folgt zusammenfassen:

  1. Sicherer Eingriff
  2. Einfach zu erlernen und durchzuführen
  3. Schnelles Verfahren (dauert zwischen 20 und 30 Minuten)
  4. Sofort sichtbare Ergebnisse (wobei der vollständige Effekt ca. 2-4 Monate nach der Behandlung eintritt)
  5. Hohe Effizienz
  6. Keine Einschnitte und Narben
  7. Die Wirkung hält etwa 1 Jahr an
  8. Der Faden wird vollständig resorbiert und das Verfahren kann wiederholt werden
  9. Die Fäden sind weder sichtbar noch fühlbar
  10. Nur leichte Nebenwirkungen und Komplikationen möglich
  11. Kurze Genesungszeit und unmittelbare Gesellschaftsfähigkeit

Für welche Anwendungen ist das PDO Fadenlifting geeignet?

LIPS and SKIN - PDO Fadenlift Fadenlifting eignet sich besonders für die Körperregionen, die mit alternativen Verfahren nur schwierig zu behandeln sind, insbesondere bei weit fortgeschrittenem Alterungsprozess. Diese sind:

  • Hals- und Dekolleté
  • Feine Lippenfältchen
  • Unterlidfältchen
  • Anhebung der Augenbraue
  • Jaw line Contouring - optimal in Kombination mit Lipolyse und Filler

Ebenso kann es erfolgreich an anderen Körperregionen eingesetzt werden, um überschüssiges Hautgewebe in Form zu bringen. Insbesondere an folgenden Stellen:

  • Oberschenkel
  • Gesäß
  • Oberarme
  • Achseln
  • Rücken
  • Striae (Dehnungsstreifen)

IPS and SKIN - PDO FadenliftVoraussetzung für ein erfolgreiches PDO Fadenlifting ist immer, dass die Haut im zu behandelnden Areal eine ausreichende Dicke aufweist, um die Fäden in ausreichender Tiefe aufnehmen zu können. Absolutes No GO für Fadenlifting sind auch "echte" Hautüberschüsse im engeren Sinne, denen mit einer Gewebestimulation nicht mehr beizukommen ist (zB Fettschürzen und dergleichen). In derartigen Fällen wird eine chirurgische Straffung eher Erfolg bringen.

Kosten eines PDO Fadenlift

Konkrete Preise für Fadenlifting München-weit zu nennen ist schwierig. Die Kosten der Behandlung berechnen sich einerseits nach der Größe des zu behandelnden Areals bzw der Anzahl der benötigten Fäden, andererseits nach der Art der verwendeten Fäden. Gängige Preise im Raum München sind ca. 15 Euro/Faden für Monofäden im Gesicht, 10 Euro/Faden für Monofäden am Körper und 70-100 Euro/Faden für Cogs/Barbs. Die Kalkulation einer konkreten Behandlung bemisst sich aber nach den Besonderheiten des jeweiligen Einzelfalls und wird nach der Gebührenordnung für Ärzte (GoÄ) abgerechnet.

Denken Sie daran: Fadenlifting ist ein medizinischer Eingriff für Spezialisten. Spezialisten, deren anatomische Ausbildung und Erfahrung Sie vor Komplikationen schützt. Die sie aber, falls doch unerwünschte Folgen auftreten, genauso kompetent weiterbetreuen können, in der Regel ohne zusätzliche Kosten. Fadenlifting ist somit eine komplexe medizinische Intervention, noch dazu in sensiblen, exponierten Körperregionen wie dem Gesicht, bei der sie sich nicht von der "Geiz ist geil"-Attitude leiten lassen sollten. Einfach "Fadenlifting München Groupon" in Google einzugeben und dann den Anbieter aufzusuchen, der ihnen am billigsten erscheint, ist riskant. Es ist Ihr Gesicht. Und Sie haben nur das eine...

PDO Fadenlift Videos

Die nachfolgenden Videos wurden freundlicher Weise vom Netzwerk Global Health zur Verfügung gestellt. Sie stammen allerdings nicht aus meiner eigenen Praxis sondern aus einer Sammlung von Trainingsvideos. Sie zeigen ein PDO Fadenlift am Hals sowie an den Wangen. Zudem aus dem Video erkennbar der unmittelbare Effekt des Fadenlifting vorher nachher.